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Einleitung

Koriander, wissenschaftlich Coriandrum sativum, ist eine uralte Heilpflanze, die seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen der Welt geschätzt wird. Archäologische Funde belegen, dass es bereits im Altertum von Ägyptern, Römern und Chinesen verwendet wurde. Diese vielseitige Pflanze bietet nicht nur einen unverwechselbaren Geschmack in der Küche, sondern auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile. In diesem Artikel werden die Entdeckung, die Verwendung, die Dosierung, die gesundheitlichen Wirkungen und die möglichen Nebenwirkungen ausführlich beschrieben.

Koriander: Die Entdeckung

Die genaue Herkunft ist schwer zu bestimmen, aber man vermutet, dass die Pflanze aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt. Historische Aufzeichnungen belegen, dass es bereits vor mehr als 5000 Jahren in ägyptischen Pharaonengräbern gefunden wurde. Die alten Römer und Griechen schätzten ihn sowohl als Gewürz als auch als Medizin. Im Mittelalter verbreitete sich es durch Handel und Entdeckungsreisen weiter nach Osten und Westen und fand Eingang in die traditionelle chinesische und indische Medizin.

Koriander: Formen und Dosierung

Er kann in verschiedenen Formen eingenommen werden: frische Blätter, getrocknete Samen, Korianderöl und Korianderpulver. Jede Form hat ihre eigenen Anwendungsgebiete und Dosierungsempfehlungen:

  • Frische Blätter: Werden häufig in Salaten, Soßen und als Garnierung verwendet. Eine typische Portion ist etwa eine Handvoll oder 10-20 Gramm pro Tag.
  • Getrocknete Samen: Werden als Gewürz in der Küche oder als Tee verwendet. Die übliche Tagesdosis beträgt etwa 1-2 Teelöffel (3-5 Gramm).
  • Korianderöl: Wird häufig in der Aromatherapie oder äußerlich bei Hautproblemen verwendet. 1-3 Tropfen in einem Trägeröl verdünnen und auf die Haut auftragen oder in der Duftlampe verwenden.
  • Korianderpulver: Kann in Kapseln eingenommen oder unter die Mahlzeiten gemischt werden. Die empfohlene Dosis beträgt 1-2 Teelöffel (3-6 g) pro Tag.

Gesundheitliche Nutzen und Wirkungen

Koriander hat aufgrund seines hohen Gehalts an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Die wichtigsten gesundheitlichen Wirkungen sind:

  • Entgiftung des Körpers: Er kann helfen, Schwermetalle wie Quecksilber und Blei aus dem Körper zu entfernen. Diese entgiftende Wirkung ist auf die im Koriander enthaltenen Chelatbildner zurückzuführen, die Schwermetalle binden und deren Ausscheidung fördern.
  • Unterstützung der Verdauung: Er regt die Verdauung an und kann Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Reizdarmsyndrom (IBS) lindern. Die enthaltenen ätherischen Öle haben eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt.
  • Antimikrobielle Eigenschaften: Er besitzt starke antimikrobielle Eigenschaften, die gegen verschiedene Bakterien und Pilze wirksam sind. Dies macht ihn zu einem nützlichen Mittel bei der Behandlung von Infektionen und zur Verbesserung der Mundhygiene.
  • Entzündungshemmend: Die entzündungshemmenden Eigenschaften können bei chronischen Entzündungskrankheiten wie Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen hilfreich sein.
  • Regulierung des Blutzuckerspiegels: Studien haben gezeigt, dass er den Blutzuckerspiegel senken kann, was ihn besonders für Diabetiker nützlich macht.

Wann sollte Koriander verwendet werden?

Er sollte als vorbeugende Maßnahme regelmäßig in die Ernährung integriert werden, um seine gesundheitsfördernden Eigenschaften optimal zu nutzen. Besonders nützlich ist Koriander für Menschen mit

  • Verdauungsproblemen
  • Entzündlichen Erkrankungen
  • Schwermetallbelastungen
  • Diabetes oder Insulinresistenz
  • Infektionen

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Trotz seiner vielen Vorteile ist Koriander nicht für jeden geeignet. Bestimmte Personen sollten ihn meiden oder nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt verwenden:

  • Schwangere Frauen: Hohe Dosen können Kontraktionen der Gebärmutter auslösen und sollten vermieden werden.
  • Allergiker: Personen, die allergisch auf Koriander oder verwandte Pflanzen wie Dill oder Fenchel reagieren, sollten ihn meiden.
  • Personen mit niedrigem Blutdruck: Er kann den Blutdruck senken, daher sollten Personen mit niedrigem Blutdruck vorsichtig sein.

Nahrungsergänzungsmittel und Heilpflanzen

Koriander kann mit anderen Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmitteln kombiniert werden, um seine gesundheitsfördernde Wirkung zu verstärken. Dazu gehören:

  • Kurkuma: Hat ebenfalls entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften.
  • Ingwer: Fördert die Verdauung und wirkt entzündungshemmend.
  • Knoblauch: Hat starke antimikrobielle und immunstärkende Eigenschaften.
  • Zink: Unterstützt das Immunsystem und die Entgiftung.
  • Chlorella: Eine Alge, die auch bei der Entgiftung von Schwermetallen hilft.

Koriander in Lebensmitteln

Er kommt in vielen Lebensmitteln und Gerichten vor, insbesondere in der indischen, thailändischen, mexikanischen und mediterranen Küche. Typische Lebensmittel, die reich an Koriander sind, sind:

  • Salsa und Guacamole
  • Currys und Chutneys
  • Suppen und Eintöpfe
  • Salate und Dressings
  • Marinaden und Soßen

Nebenwirkungen und Überdosierung

Obwohl Koriander im Allgemeinen als sicher gilt, können bei manchen Menschen Nebenwirkungen auftreten, insbesondere bei hohen Dosen. Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Allergische Reaktionen: Hautausschlag, Jucken und Atembeschwerden.
  • Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
  • Niedriger Blutdruck: Übermäßiger Verzehr kann zu gefährlich niedrigem Blutdruck führen.

Eine Überdosierung ist selten, aber es ist wichtig, die empfohlene Dosierung nicht zu überschreiten, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Koriander in der Naturheilkunde

In der Naturheilkunde wird er häufig bei Entgiftungskuren und zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. Er kann als Tee, Tinktur oder Kapsel eingenommen werden und wird oft in Kombination mit anderen entgiftenden Kräutern verwendet.

Fazit

Koriander ist eine erstaunliche Pflanze mit einer langen Geschichte medizinischer Anwendungen. Seine vielfältigen Formen und Anwendungen machen ihn zu einem wertvollen Bestandteil einer gesunden Ernährung und zu einem Schatz natürlicher Heilmittel. Richtig dosiert und bewusst eingesetzt, kann er bei vielen gesundheitlichen Problemen helfen und das allgemeine Wohlbefinden fördern. Trotz der vielen Vorteile ist bei manchen Menschen jedoch Vorsicht geboten.

Veröffentlicht am: 11. Juli 2024

Daniel

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